Was ist Ethereum?

Ethereum zieht in den letzten Monaten eine riesige Welle der Begeisterung an und viele sprechen schon vom Bitcoin 2.0. Der Coin schlägt allerdings einen etwas anderen Weg ein als der vorreiter Bitcoin. Die Finanztransaktionen, die mit Ethereum getätigt werden, können durch deutlich kürzere Blockzeiten um einiges schneller abgewickelt werden. Außerdem können Programmcodes auf der Blockchain platziert werden  durch die es möglich ist dezentrale Appklikationen zu schreiben. Eine der genutzten Programmiersprachen hierfür ist die an Java Skript angelehente Programmiersprache Solidity.

Für den Ottonormalverbraucher hört sich das nun zugegebenermasen nicht gerade revulotionär an. Ich werde es euch mit dem Vergleich Telefon und Handy versuchen ein bisschen näher zu bringen. Zuerst war das Telefon da und so gut wie jeder hat eins davon Zuhause und benutzt es auch gelegentlich noch. Das Handy kam einige Zeit später mit der Idee es zum mobilen telefonieren zu benutzen. Mittlerweile hat es allerdings eine weitaus wichtigere Rolle in unserem Alltag eingenommen. Wer hätte vor zehn Jahren schon damit gerechnet, dass Jugendliche heute bis zu 8 Stunden pro Tag am Smartphone verbringen? Aber warum konnten die Entwickler ein so revolutionäres Gerät erschaffen? Ihnen wurde mit dem Telefon bereits eine Plattform gegeben worauf sie aufbauen konnten und diese nur noch weiterentwickeln mussten.

Eine ähnliche Entwicklung lässt sich gerade beim Ethereum beobachten. Da Bitcoin der vorreiter der Blockchain Technologie war und die kleinen Handhabungsprobleme der Anfangszeit bekannt waren, konnten die Ethereum Entwickler aus diesen Tatsachen lernen. Zur Zeit kommen beinahe täglich neue, auf der Ethereum Technologie basierende Anwendungen auf den Markt.

 

Wie Ethereum den digitalen Datentranser revolutionieren kann

Um den tatsächlichen Mehrwert zu verstehen, schauen wir uns zuerst den Aufbau des Internets an. Unsere persönlichen und finaziellen Daten sowie Passwörter liegen auf den großen Servern von Internetriesen wie Google, Facebook, Amazon oder Apple. Diese Server werden geschönt auch “Clouds” genannt. Sicher ist diese Zentralisierung der Daten für den Nutzer sehr bequem und einfach zu bedienen. Allerdings kommt mit dieser Bequemlichkeit auch eine gewisse Anfälligkeit für unautorisierte Zugriffe dritter einher. Die jüngere Vergangenheit hat uns immer wieder gezeigt, dass es Hacker schaffen diese persönlichen Daten zu klauen und über verschiedene Plattformen weiterzuverkaufen . Somit ist es fraglich ob diese Form des Datentransfers und der Datenspeicherung wirklich die Zukunft unserer digitalen Welt ist. Nun kommt wieder die Blockchain in Verbindung mit Ethereum als dezentrale Verknüpfungsstelle ins Spiel. Anders als der Bitcoin, möchte Ethereum die Blockchain nicht nutzen um unser Finanzsystem zu revolutionieren sondern um die zentralen Server der Internetgiganten überflüssig zu machen und Mittelsmänner beim Datenaustausch ganz verschwinden zu lassen.

Es wird also spannend, was uns dieser vielversprechende Coin in Zukunft zu bieten hat.